Die drei Mitbegründerinnen Karin, Bea und Christine (v.r.) und Dorothee (seit etwa vier Jahren dabei) in prächtiger Stimmung. Foto: RoMü
Von Roland Müller | Der Name „Aufbruch“ weist eher auf frische und junge Aktivitäten hin – beim „Café Aufbruch“ haben jedoch Damen im Rentenalter oder bereits mit 80 Lebensjahren die Initiativen in der Hand. Erst recht, als der Verein am Schildplatz jetzt seinen 20. Geburtstag feierte. Einen gewählten Vorstand – wie in jedem Verein – gibt es nicht, erklärt Christine Hinrichsen, die mit 79 Jahren zuweilen auch das Wort führt: „Wir verstehen uns als Café für alle, die sich auf ihre Fahnen den Schutz der Umwelt, öko-soziale Projekte und soziale Gerechtigkeit geschrieben haben.“ Und beim Jubiläum wurden auch zwei unterschiedliche Plakate sichtbar: Matriarchat und Patriarchat, ein jedes – natürlich – mit unterschiedlicher Aussagekraft.
Henri Matisse und Frida Kahlo tauchen die Phoenix-Halle in ein gewaltiges Farbenmeer. Foto: RoMü
Von Roland Müller | Nach den gelungenen Premieren des französischen Unternehmens „Culturespaces“ in der Hörder „Phoenix des Lumières“-Halle vor über drei Jahren, „malen“ nun der französische Künstler Henry Matisse (1869-1954) und seine mexikanische Kunstkollegin Frida Kahlo (1904-1957) mit ihren Werken immersive Schlagzeilen. Dabei musste Matisse zu Lebzeiten sehr kämpfen: Seine „Symphonie der Farben“ stieß im letzten Jahrhundert auf mächtige Kritik des Publikums und wurde als „Revolution“ in der Kunst gebrandmarkt. Die „Kraft der Farben“ hat hingegen Matisse selbst als sein Markenzeichen kreiert: Gelb, zartes Rosa, Orange, Grün, viele andere und insbesondere Schwarz würden „Zeichen der Befreiung“ setzen, die Harmonie von Mensch und Natur betonen, wie jede Farbe überhaupt „die Türen zu einer anderen Welt“ öffnen würde. Wie auch seine Reise über den Ozean ihm ganz neue Perspektiven seiner Kunst offenbarten: Farben könnten Töne erzeugen und neue Formen seiner Phantasie entwickeln. Dabei schuf Matisse die berühmten „Scherenschnitte“, die letztlich den Bildern neue Formen bescherten. Von seinen Farben ließ er aber nicht ab und half dabei auch seinem Publikum, denn; „Es gibt überall Blumen – für den, der sie sehen will.“
Der Erntemarkt versteht sich ausdrücklich als Familienfest – mit besonderem Reiz für Kinder, die das traditionelle Handwerk hautnah erleben können. (Foto: Wir in Dortmund)
… mit dem Erntemarkt und dem Erntedank an der Lutherkirche.
Am 3. und 4. Oktober wird es in Hörde herbstlich, bunt und ziemlich lebendig: Die Innenstadt verwandelt sich wieder in einen großen Erntemarkt, der sich durch die gesamte Fußgängerzone zieht – von der Hermannstraße bis zur Rathausstraße. Rund 70 Stände, traditionelles Handwerk, kulinarische Spezialitäten und jede Menge Programm laden zum Bummeln, Schauen und Entdecken ein. Am Samstag ist der Markt von 11 bis 21 Uhr geöffnet, am Sonntag geht es ebenfalls am Vormittag los. Auch die Geschäfte entlang der Fußgängerzone öffnen an beiden Tagen. Handwerk zum Anschauen – und Ausprobieren Wer Lust auf einen Ausflug in eine andere Zeit hat, ist hier richtig: Böttcher, Schmiede und Seifensieder zeigen ihr traditionelles Handwerk. Dazu kommen Stände mit Eiern, Fisch aus der Räucherei und Wurstwaren. Der Heimatverein ist ebenfalls mit einem eigenen Stand dabei. Für Kinder gibt es ein Karussell, und die gesamte Innenstadt präsentiert sich passend zur Jahreszeit herbstlich geschmückt. Ein besonderer Hingucker ist die Verlesung der Hörder Stadtrechte per Kutsche. In diesem Jahr gibt es dafür eine Neuerung: Erstmals wird die Zeremonie versuchsweise auf dem Friedrich-Ebert-Platz stattfinden. Dort gibt es eine Bühne – und damit deutlich bessere Sicht auf die Schauspieler:innen. Die Verlesung beginnt am Sonntag voraussichtlich um 14.30 Uhr.
„Trainerin“ Annette Behrendt in einem Schulungsraum der Park-Akademie. Foto: RoMü
Von Roland Müller | Das Gehirn mit seinen Synapsen (Kontakt zwischen einer Nervenzelle und einer anderen Zelle) macht es dem Menschen nicht einfach: Die Synapsen müssen nämlich ständig trainiert werden. Keine einfache Aufgabe, besitzt das menschliche Gehirn doch bis zu einer Billiarde (!) Synapsen, bis zu 10 000 Synapsen sind mit einer (!) Nervenstelle verbunden. Schon Leonardo da Vinci hat gewarnt: „Ohne Übung verkommt der Geist und rostet durch!“ Und so weiß auch die Gedächtnis-Trainerin der Parkakademie im Westfalen-Park, Annette Behrendt (68), wie sie in ihren Kursen richtig motivieren kann. Eben nicht über Angstmacherei, sondern im Gegenteil: „Denken macht Spaß“, oder „Man gewinnt hier neue Freunde oder Freundinnen“, und letztlich bedeutet das Training auch „eine Investition in die Gesundheit“. Und: Dabei werden jedes Mal neue Synapsen kreiert. Wie gestalten sich also die Kurse von Annette Behring, die als mittlerweile pensionierte Bankkauffrau ihre Schülerinnen und Schüler vor ungewöhnliche Aufgaben stellt: Da erhält jeder z.B. ein mit Buchstaben eng bedrucktes DIN-A-4-Blatt und muss nun suchen, zum Beispiel nach: Welche Spiele sind hier, waagrecht und senkrecht, versteckt, zwischen anderen, nichts sagenden und zusammenhanglosen Buchstaben? Ah, da steht: Billard, da Handball oder da Minigolf! Nicht leicht, strengt an. Oder: Bitte verraten Sie mir, welche Worte Ihnen zu September einfallen: richtig – späte Sonne, Grillen, Arbeit im Garten, etc….
MÖWE-Projektleiterin Beate Schwedler freute sich über den Besuch von Jimmy Berndt vom Kollektiv 0231 Foto: Anne Neuser-Schulte
In Dortmund kennen die meisten Jimmy Berndt als Organisator des Kollektiv 0231 – dies sind inzwischen 12.500 auf Instagram versammelte Menschen, die eins vereint: ihre Liebe zum BVB, ihre Liebe zu Dortmund und ihr Wunsch, etwas Gutes zu tun. Jetzt spendeten sie 875 Euro an das Kindertrauerzentrum MÖWE, durch das Trikot-Karussell. In den vergangenen vier Wochen wurde auf der Instagram-Seite ein Berg von BVB-Trikots versteigert. Die Trikots waren Erbstücke eines bekannten und jüngst verstorbenen Dortmunder BVB-Fans, dessen Namen nicht genannt werden soll. Die Einnahmen wurden aufgeteilt, ein Teil ging an das Kindertrauerzentrum MÖWE, ein Teil an den Kinderhospizdienst in Unna und ein Teil an die Trikotspender.