Schlagwort: Wir aufm Revier

Neues Infoschild zur Gedenktafel an der ehemaligen Polizeiwache

Von Rosemarie Ring | Auf Initiative des SPD-Ortsvereins Hörde-Süd erinnert seit den 1980er-Jahren eine Gedenktafel am Gebäude der ehemaligen Polizeiwache in Hörde an die Opfer des Nationalsozialismus. Während der NS-Herrschaft von 1934 bis 1945 befand sich hier die Gestapo-Zentrale für den Bezirk Arnsberg. Im Keller des Hauses war ein Gestapo-Gefängnis untergebracht, in dem Menschen gefoltert und ermordet wurden. Von diesem Ort aus wurden zudem im Jahr 1945 die Morde im Rombergpark und in der Bittermark organisiert.
Der Ortsverein gedachte der Opfer viele Jahre lang jeweils am Gründonnerstag mit einer Kranzniederlegung.
Nach der Übernahme des Gebäudes durch die Ko-Operativ e.G. im Jahr 2019 wurde das Haus in den Jahren 2021 bis 2024 umfassend umgebaut und aufgestockt. Es entstand das genossenschaftliche Wohnprojekt „Wir aufm Revier“.
Im November 2022 stellte sich bei vorbereitenden Arbeiten heraus, dass die Gedenktafel verschwunden war. Entgegen der ursprünglichen Planung war sie nicht von der beauftragten Schlosserfirma abgenommen und zwischengelagert worden.

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Neue Gedenktafel an der ehemaligen Polizeiwache in Hörde

Kunstschmied Sigi Hüwel montierte sein Werk
Kunstschmied Sigi Hüwel montierte sein Werk

Am 15. April 2024 war es soweit: An der ehemaligen Polizeiwache wurde die Nachbildung der Gedenktafel angebracht.
Die ursprüngliche Gedenktafel, vom SPD Ortsverein Hörde Süd 1984 gespendet, war während der Umbauarbeiten Ende 2022 entwendet worden.
Im Verlauf des Umbaus und der Sanierung wurde das Gebäude eingerüstet, so dass man die Gedenktafel nicht mehr sehen konnte. Während dieser Zeit muss sie gestohlen worden sein.
Die Bewohner:innen des Wohnprojektes „Wir aufm Revier“ wollen die Erinnerung an die Verbrechen in dem ehemaligen Gestapo-Gebäude mit der neuen Gedenktafel wachhalten. Sie haben einen Kunstschmied beauftragt, eine originalgetreue Nachbildung zu schaffen. Sigi Hüwel hat sein Werk am 15. April eigenhändig montiert. Spätestens Gründonnerstag 2025 kann die Tradition der Kranzniederlegung unter der Tafel wieder aufgenommen werden. Aber bereits vorher soll gemeinsam mit der SPD eine würdige Feierlichkeit geplant werden.