Gedenkstunde zur Pogromnacht 1938: Warum ist Erinnerung so wichtig?

Am 8. November 2026 findet um 17 Uhr im Bürgersaal der Verwaltungsstelle Hörde, Hörder Bahnhofstraße 16, eine Gedenkstunde zur Pogromnacht 1938 statt. Unter dem Leitgedanken „Warum ist Erinnerung so wichtig?“ erinnert die Veranstaltung an die Verfolgung und Entrechtung der jüdischen Bevölkerung und an die Ereignisse des Novemberpogroms.
Das Programm verbindet Musik mit Beiträgen aus unterschiedlichen Perspektiven. Nach der Begrüßung durch Bezirksbürgermeister Michael Depenbrock spricht Rabbiner Avigdor Nosikov über Erinnerungskultur aus jüdischer Sicht. Barbara Samuel widmet sich den Stolpersteinen. Klaus Lenser nimmt kritisch Stellung zur „erinnerungspolitischen Wende“ der AfD: Nazi-Diktatur als „Vogelschiss“? Ulrich Spangenberg fragt, wie wir uns erinnern sollten und warum das wichtig ist.
Schülerinnen und Schüler der Marie-Reinders-Realschule setzen sich mit der Frage auseinander, warum Erinnerung wichtig ist, und erinnern an das Pogrom von 1938 in Hörde. Auch die Polizei Dortmund beteiligt sich mit einem Beitrag zur Erinnerungskultur als Auftrag.
Um 18 Uhr folgt ein gemeinsamer Gang zum Mahnmal mit anschließendem Gedenkgebet.
Begleitend zur Gedenkstunde ist vom 3. bis zum 8. November 2026 im Bürgersaal der Verwaltungsstelle Hörde die Ausstellung „Juden in Hörde“ zu sehen.

Die Veranstaltung lädt dazu ein, die Erinnerung an die nationalsozialistischen Verbrechen wachzuhalten und sich mit ihrer Bedeutung für unsere Gegenwart auseinanderzusetzen.