Schlagwort: Gedächtnistraining

Denken macht Spaß

„Trainerin“ Annette Behrendt in einem Schulungsraum der Park-Akademie. Foto: RoMü
„Trainerin“ Annette Behrendt in einem Schulungsraum der Park-Akademie. Foto: RoMü

Von Roland Müller | Das Gehirn mit seinen Synapsen (Kontakt zwischen einer Nervenzelle und einer anderen Zelle) macht es dem Menschen nicht einfach: Die Synapsen müssen nämlich ständig trainiert werden. Keine einfache Aufgabe, besitzt das menschliche  Gehirn doch bis zu einer Billiarde (!) Synapsen, bis zu 10 000 Synapsen sind mit einer (!) Nervenstelle verbunden.
Schon Leonardo da Vinci hat gewarnt: „Ohne Übung verkommt der Geist und rostet durch!“ Und so weiß auch die Gedächtnis-Trainerin der Parkakademie im Westfalen-Park, Annette Behrendt (68), wie sie in ihren Kursen richtig motivieren kann. Eben nicht über Angstmacherei, sondern im Gegenteil: „Denken macht Spaß“, oder „Man gewinnt hier neue Freunde oder Freundinnen“, und letztlich bedeutet das Training auch „eine Investition in die Gesundheit“. Und: Dabei werden jedes Mal neue Synapsen kreiert.
Wie gestalten sich also die Kurse von Annette Behring, die als mittlerweile pensionierte Bankkauffrau ihre Schülerinnen und Schüler vor ungewöhnliche Aufgaben stellt: Da erhält jeder z.B. ein mit Buchstaben eng bedrucktes DIN-A-4-Blatt und muss nun suchen, zum Beispiel nach: Welche Spiele sind hier, waagrecht und senkrecht, versteckt, zwischen anderen, nichts sagenden und zusammenhanglosen Buchstaben? Ah, da steht: Billard, da Handball oder da Minigolf! Nicht leicht, strengt an.
Oder: Bitte verraten Sie mir, welche Worte Ihnen zu September einfallen: richtig – späte Sonne, Grillen, Arbeit im Garten, etc….

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Gedächtnistraining

Die Gedächtnisgruppe mit „Trainerin“ Angelika Zabel (2.v.r.) und Sozialarbeiterin Svenja Lapp-Emden. Foto: RoMü
Die Gedächtnisgruppe mit „Trainerin“ Angelika Zabel (2.v.r.) und Sozialarbeiterin Svenja Lapp-Emden. Foto: RoMü

Von Roland Müller | Wer weiß es nicht: Dass unsere Muskeln im Alter schwächer werden; dass unsere Augen an Sehkraft verlieren; dass wir die 100 Meter nicht mehr in unter 16 Sekunden sprinten? Solche Entwicklungen lassen sich auf Dauer nicht aufhalten. Auch unser Gedächtnis lässt nach (Wie hieß noch mal..; Wann geschah das …; Wo liegt überhaupt…?).
Dauerhaftes und regelmäßiges Training leistet in diesen Fällen oft Bemerkenswertes, und beim nachlassenden Gedächtnis fragt jetzt ein Projekt der Stadt Dortmund („Begegnung Vor Ort“) alte Leute: „Wie bringen wir unsere grauen Zellen auf Trab?“ Hilfreich zur Seite stehen in diesem kostenlosen Kurs die Diplom- und Sozialpädagogin Angelika Zabel und die Sozialarbeiterin Svenja Lapp-Emden (Diakonie).
Seit vier Wochen treffen sich regelmäßig dienstags vormittags im  Ev. Gemeindehaus an der Wellinghofer Straße neugierige Seniorinnen und Senioren, um in eineinhalb Stunden ihr Gedächtnis aufzufrischen, fit zu machen für die Fragen des Alltags.

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