Monat: September 2026

Denken macht Spaß

„Trainerin“ Annette Behrendt in einem Schulungsraum der Park-Akademie. Foto: RoMü
„Trainerin“ Annette Behrendt in einem Schulungsraum der Park-Akademie. Foto: RoMü

Von Roland Müller | Das Gehirn mit seinen Synapsen (Kontakt zwischen einer Nervenzelle und einer anderen Zelle) macht es dem Menschen nicht einfach: Die Synapsen müssen nämlich ständig trainiert werden. Keine einfache Aufgabe, besitzt das menschliche  Gehirn doch bis zu einer Billiarde (!) Synapsen, bis zu 10 000 Synapsen sind mit einer (!) Nervenstelle verbunden.
Schon Leonardo da Vinci hat gewarnt: „Ohne Übung verkommt der Geist und rostet durch!“ Und so weiß auch die Gedächtnis-Trainerin der Parkakademie im Westfalen-Park, Annette Behrendt (68), wie sie in ihren Kursen richtig motivieren kann. Eben nicht über Angstmacherei, sondern im Gegenteil: „Denken macht Spaß“, oder „Man gewinnt hier neue Freunde oder Freundinnen“, und letztlich bedeutet das Training auch „eine Investition in die Gesundheit“. Und: Dabei werden jedes Mal neue Synapsen kreiert.
Wie gestalten sich also die Kurse von Annette Behring, die als mittlerweile pensionierte Bankkauffrau ihre Schülerinnen und Schüler vor ungewöhnliche Aufgaben stellt: Da erhält jeder z.B. ein mit Buchstaben eng bedrucktes DIN-A-4-Blatt und muss nun suchen, zum Beispiel nach: Welche Spiele sind hier, waagrecht und senkrecht, versteckt, zwischen anderen, nichts sagenden und zusammenhanglosen Buchstaben? Ah, da steht: Billard, da Handball oder da Minigolf! Nicht leicht, strengt an.
Oder: Bitte verraten Sie mir, welche Worte Ihnen zu September einfallen: richtig – späte Sonne, Grillen, Arbeit im Garten, etc….

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Kollektiv 0231 spendet an die MÖWE

MÖWE-Projektleiterin Beate Schwedler freute sich über den Besuch von Jimmy Berndt vom Kollektiv 0231 Foto: Anne Neuser-Schulte
MÖWE-Projektleiterin Beate Schwedler freute sich über den Besuch von Jimmy Berndt vom Kollektiv 0231 Foto: Anne Neuser-Schulte

In Dortmund kennen die meisten Jimmy Berndt als Organisator des Kollektiv 0231 – dies sind inzwischen 12.500 auf Instagram versammelte Menschen, die eins vereint: ihre Liebe zum BVB, ihre Liebe zu Dortmund und ihr Wunsch, etwas Gutes zu tun. Jetzt spendeten sie 875 Euro an das Kindertrauerzentrum MÖWE, durch das Trikot-Karussell. In den vergangenen vier Wochen wurde auf der Instagram-Seite ein Berg von BVB-Trikots versteigert. Die Trikots waren Erbstücke eines bekannten und jüngst verstorbenen Dortmunder BVB-Fans, dessen Namen nicht genannt werden soll. Die Einnahmen wurden aufgeteilt, ein Teil ging an das Kindertrauerzentrum MÖWE, ein Teil an den Kinderhospizdienst in Unna und ein Teil an die Trikotspender.

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Die Hörder Bücherschränke – umsonst und draußen

Viele werden die Bücherschränke in Hörde noch nicht wahrgenommen haben, weil sie sich mit ihrer Corten-Stahl-Optik so gut ins Stadtbild eingefügt haben.
Aber es gibt sie. Drei an der Zahl: einer – der älteste – steht auf dem Friedrich-Ebert-Platz, der zweite am Hörder Neumarkt durch den Verein „Wir am Hörder Neumarkt e.V.“ betrieben und der dritte steht an der Teutonenstraße vorm Atelier Dreisam.
In alle Bücherschränke passen ca. 250 Bücher, vom einfachen Roman über Sachliteratur bis hin zu Kinderbüchern.
Tagtäglich werden hier Bücher zum Lesen herausgenommen und viele wieder hineingestellt, so dass bereits Tausende von Büchern ihre „Besitzer:innen“ gewechselt haben.
Alle Schränke werden durch Paten und Patinnen betreut.
Und so funktioniert der Offene Bücherschrank: Er ist immer geöffnet, einzelne Bücher können kostenlos entnommen werden. Man kann sie an Ort und Stelle lesen oder auch mit nach Hause nehmen. Die einzelnen Bücher können zurückgebracht oder behalten werden. Vielleicht stellt man ein anderes, schon gelesenes Buch ein.
„Hörde International e.V.“ und „Wir am Hörder Neumarkt“ und die Patinnen und Paten wünschen sich, dass man pfleglich mit dem Schrank und den Büchern umgeht. Fragwürdige Bücher und Literatur werden entfernt. Eine Patin brachte es mal auf den Punkt: „Bücher sind Freunde. Bitte achtet auf eure Freunde!“

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